Funktionieren selbstklebende Reparaturflicken? Wir haben sie auf die Probe gestellt!

Selbstklebende Flicken sind eine der beliebtesten Methoden, um Löcher und Risse schnell zu reparieren. Es geht schnell, erfordert keine Nähmaschine und es gibt sie in unzähligen Farben. Aber die große Frage bleibt: Halten sie wirklich, wenn es darauf ankommt?

Wir bei Flicksachen haben eine Reihe harter Tests durchgeführt, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Hier ist, was wir herausgefunden haben.

Die Herausforderung: Warum lösen sich manche Flicken?

Paketband wird auf eine Winterjacke mit selbstklebenden Reparaturflicken geklebt, um die Haftkraft des Klebers zu testen. Lösen sich die Flicken, wenn das Band abgezogen wird?

Das häufigste Problem bei selbstklebenden Flicken ist, dass sie anfangen, sich zu kräuseln oder an den Rändern zu lösen. Auch wenn die Reparatur das Loch noch abdeckt, sieht es unschön aus und das Risiko steigt, dass der Flicken schließlich ganz abfällt.

Woran liegt das? Vor allem geht es um das Zusammenspiel zwischen der Qualität des Klebers und dem Material, das Sie reparieren:

  • Struktur des Materials: Auf einer glatten Windjacke haftet ein Flicken leichter als auf einem schweren Rucksack oder einem groben Arbeitsoverall.
  • Luftblasen: Bei gröberen Geweben entstehen kleine Unebenheiten. Diese erzeugen mikroskopisch kleine Lufteinschlüsse unter dem Flicken, die die Haftung verschlechtern.
  • Behandlungen: Manche Kleidungsstücke sind imprägniert, um Schmutz und Wasser abzuweisen – was leider auch dazu führen kann, dass der Klebstoff abgewiesen wird.

Der Härtetest: 60 Sekunden unter Hochdruck

Wir testen selbstklebende Flicken auf einem Overall. Lösen sich die Flicken, wenn der Overall durchnässt ist?

Um die Grenzen wirklich auszutesten, haben wir einen „Wassertest“ an einem klassischen Overall mit verschiedenen Material- und Gewebearten durchgeführt.

So lief der Test ab:

  1. Wir haben verschiedene Arten von Reparaturflicken auf dem Overall angebracht.
  2. Die Flicken durften 24 Stunden lang aushärten.
  3. Wir haben die Flicken 60 Sekunden lang direkt mit Hochdruck (kaltes Wasser) abgespritzt, bis der Overall durchnässt war.
  4. Danach durfte das Kleidungsstück einen Tag lang trocknen.

Das Ergebnis: Der Test gab uns einen klaren Hinweis auf Qualitätsunterschiede. 50 % der Flicken lösten sich komplett, während die restlichen 50 % den Test ohne jegliche Probleme bestanden.

Test an einer Windjacke: Geschmeidig, aber glänzend

Wir haben denselben Test an einer Windjacke aus Synthetikmaterial wiederholt. Hier ist das Gewebe gleichmäßiger und glatter.

Das Ergebnis: Auf diesem Material saßen alle Flicken nach dem Wasserbad noch fest. Allerdings sahen wir, dass sich einige Varianten an den Rändern leicht ablösten. Das bestätigt unsere Theorie: Der richtige Kleber auf dem richtigen Material ist der Schlüssel zu einer schönen und haltbaren Reparatur.

Wir testen selbstklebende Flicken auf einer Windjacke. Lösen sich die Ränder, nachdem die Flicken durchnässt sind?

Was passiert jetzt?

Wir nehmen unsere Tests ernst. Basierend auf unseren eigenen Tests und dem unschätzbaren Feedback, das wir von Ihnen, unseren Kunden, erhalten, haben wir nun eine große Bereinigung unseres Sortiments begonnen.

Unser Versprechen an Sie: Wir sortieren alle Flicken aus, die den Anforderungen nicht genügen. Nur die absolut besten Produkte sollen bei Flicksachen bleiben.

Nächster Schritt: Im Moment bereiten wir die nächste Phase im Testlabor vor. Mit Hilfe eines Dynamometers werden wir genau messen, wie viel Kraft erforderlich ist, um einen Flicken abzuziehen. Eine komplette Zusammenstellung all unserer Ergebnisse folgt in Kürze!